SAFE® 2D-Röhrchen FAQ –
Formate, Einsatz & Vorteile
SAFE® 2D-Röhrchen von LVL technologies sind spezialisierte Probengefäße für die sichere, automatisierbare und rückverfolgbare Lagerung von biologischen und chemischen Proben. In diesem FAQ-Abschnitt beantworten wir die wichtigsten Fragen zu Formaten, Materialeigenschaften, Traceability und Einsatzbereichen.
Die SAFE® 2D-Röhrchen erfüllen die Anforderungen moderner Laborumgebungen, insbesondere im Biobanking, in der pharmazeutischen Forschung und in der Diagnostik. Durch ANSI/SBS-Kompatibilität lassen sie sich nahtlos in automatisierte Lagersysteme, Liquid-Handling-Plattformen und Rack-Reader integrieren. Der am Röhrchenboden integrierte 2D DataMatrix-Code ermöglicht eine eindeutige maschinelle Identifikation jeder Probe und unterstützt die digitale Traceability vom Probeneingang bis zur Langzeitarchivierung.
Die Röhrchen bestehen aus SAFE® L3 Medical Polypropylen und gewährleisten in Kombination mit einem validierten Verschlusssystem eine zuverlässige Dichtigkeit, selbst bei Kryolagerung bis −196 °C. Dieses FAQ zeigt, wie SAFE® 2D-Röhrchen Fehlerquellen reduzieren, regulatorische Anforderungen erfüllen und den Laboralltag effizienter gestalten.
Formate & technische Grundlagen
SAFE® 2D-Röhrchen sind in 24-, 48- und 96-Positionen erhältlich. Die Anordnung entspricht den geometrischen Anforderungen des ANSI/SBS-Standards, wodurch sie mit automatisierten Lagersystemen, Rack-Readern und Liquid-Handling-Plattformen kompatibel sind.
Je nach Anwendung stehen Varianten mit Innen- oder Außengewinde zur Verfügung. Für Kryoanwendungen wird Außengewinde bevorzugt, da es das Risiko reduziert, dass Probenflüssigkeit in den Gewindebereich gelangt.
„2D“ bezeichnet den am Röhrchenboden integrierten 2D DataMatrix-Code.
Der Code wird mittels Fiber-Laser direkt in das Material graviert. Die Gravurtiefe beträgt ca. 50 µm, wodurch eine dreidimensionale, abriebfeste Struktur entsteht.
Die Codes erreichen ISO 15415 Qualitätsgrade A oder B. Sie bleiben auch nach mechanischer Beanspruchung und Kryolagerung zuverlässig lesbar.
Jede Tube-ID wird individuell generiert, gegen die vollständige historische Produktionsdatenbank abgeglichen und rackweise verifiziert. Eine doppelte Codevergabe ist dadurch ausgeschlossen.
Im Vergleich zu manuell beschrifteten Standardröhrchen bieten SAFE® 2D-Röhrchen eine maschinell auslesbare, eindeutige Identifikation.
Zusätzlich sind sie ausgelegt für:
- automatisierte Pick-and-Place-Prozesse
- simultanes Rack-Scanning
- validierte Kryostabilität
- dokumentierte Materialreinheit
- reproduzierbares CappingSie sind für Hochdurchsatz- und Langzeitarchivierungsprozesse konzipiert.
Ja. Die Röhrchen und Racks entsprechen den geometrischen Anforderungen des ANSI/SBS-Standards. Dadurch können sie in gängigen automatisierten Lager- und Robotiksystemen eingesetzt werden.
Kryolagerung & Materialeigenschaften
SAFE® 2D-Röhrchen sind für Kryoanwendungen bis −196 °C ausgelegt.
In Validierungstests wurden sie 168 Stunden LN₂-Vapor-Exposition ausgesetzt. Dabei wurde kein Stickstoff-Ingress nachgewiesen. Der gemessene Masseverlust lag unter 0,1 %.
Material, Gewinde und Dichtung blieben funktional stabil.
SAFE® 2D Tubes bestehen aus SAFE® L3 Medical Polypropylene.
Dieses Polymer ist additivfrei und enthält keine Slip Agents, Mold Release Agents oder Co-Monomere. Es ist USP Class VI-konform und weist eine homogene Polymerstruktur auf.
Analytische Prüfungen mittels GC-MS und LC-MS zeigten keine relevanten Leachables oder Extractables. ICP-MS-Analysen bestätigten das Fehlen detektierbarer Schwermetalle oberhalb der Nachweisgrenzen.
SAFE® Verschlusssysteme arbeiten mit einem axial wirkenden TPE-Dichtungskonzept. O-Ringe werden bewusst nicht eingesetzt, da sie unter Kryobedingungen Elastizitätsverluste oder Compression Set entwickeln können.
Die Dichtigkeit wurde bei einem definierten Drehmoment von 7 Ncm (für SBS 96) und 15 Ncm (für SBS 48 und SBS 24) validiert.
Nach 15 automatisierten Open/Close-Zyklen, mechanischer Belastung und Kryoexposition wurde keine Leckage, kein Gewindeabrieb und keine Dichtflächenbeschädigung festgestellt.
Traceability & Datenintegration
Der tief gravierte 2D-Code ermöglicht die eindeutige maschinelle Identifikation jeder einzelnen Probe.
In Verbindung mit Rack-Readern und LIMS-Systemen entsteht eine konsistente digitale Probenhistorie vom Probeneingang bis zur Archivierung oder Analyse.
Ja. Die Codes sind standardisiert auslesbar und können direkt an LIMS-Systeme übertragen werden. Dadurch werden manuelle Eingabefehler reduziert und die digitale Dokumentationskette unterstützt.
Optional kann neben dem 2D-Code eine 1D- oder HR-Seitenbeschriftung ergänzt werden.
Zusätzlich kann mittels SAFE® Tube Laser Marker (TLM) eine materialintegrierte Laserkennzeichnung aufgebracht werden. Diese bleibt auch bei −196 °C dauerhaft lesbar und löst sich im Gegensatz zu Etiketten nicht durch Kondensation oder Kältebelastung.
Anwendungen & Vorteile
SAFE® 2D Probenröhrchen werden im Biobanking, in der pharmazeutischen Forschung, in der molekularen Diagnostik, im Hochdurchsatz-Screening und in forensischen Anwendungen eingesetzt.
Sie sind geeignet für Umgebungen, in denen Langzeitarchivierung, Automatisierung und digitale Traceability erforderlich sind.
SAFE® 2D-Röhrchen ermöglichen automatisiertes Scannen, Handling und Archivieren.
In einem validierten Pick-and-Place-Test mit 3.465 Zyklen wurde eine Fehlerquote von 0,086 % gemessen. Es kam zu keiner Prozessunterbrechung.
Durch eindeutige maschinelle Identifikation, präzise Maßhaltigkeit, validierte Dichtsysteme und systemische Tube–Cap–Rack-Validierung werden Verwechslungs- und Schnittstellenrisiken reduziert.
In GMP-nahen Umgebungen ist eine nachvollziehbare Dokumentation entscheidend.
SAFE® 2D-Röhrchen unterstützen dies durch eindeutige ID-Generierung, dokumentierte Validierung, konsistente LIMS-Integration und materialintegrierte Kennzeichnung.